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Frage:
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Antwort:
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| Bestimmung Atemminutenvolumen AMV
Hallo, habt Ihr einen Tipp, wie ich in der Praxis mein Atemminutenvolumen möglichst einfach bestimmen kann? |
Es gibt drei Methoden:
1. Luftintegrieter Tauchcomputer: Die meisten luftintegrierten Tauchcomputer zeigen entweder im Logbuchmodus oder über einen PC das AMV direkt an. Am einfachsten so ein Ding 'mal ausleihen und testen. 2. AMV bei bestimmten Aktivitäten: Du hältst eine vorgegebene Tiefe möglichst genau ein. Dann notierst Du den Anfangsdruck Deines Finimeters auf dieser Tiefe. Jetzt beginnst Du mit Deiner Aktivität z.B. normales Schwimmen wie beim Auf-/Abstieg oder leichtes Schwimmen wie bei der Deko. Nach einer gewissen Zeit notierst Du den Enddruck und die vergangene Zeit. Beachte: Ein normales Finimeter kann man mit etwas Übung auf ca. 5 Bar genau ablesen. Es sollten mindestens 50 bar Druckunterschied sein, besser 100 bar, damit das Ganze einigermaßen genau wird. 3. Durchschnittliches AMV: Viele Tauchcomputer zeichnen das getauchte Profil (Zeit/Tiefe) auf. Bestimme die durchschnittliche Tiefe, d.h. den Mittelwert der Einzeltiefenwerte. Notiere den Anfangsdruck und den Enddruck und die Tauchzeit. Als Ergebnis erhältst Du das durchschnittliche AMV des Tauchgangs. Zum Schluss noch die Formel: AMV = ((Endruck-Anfangsdruck)*Flaschengröße)/Tauchzeit/Umgebungsdruck Umgebungsdruck = Tiefe/10+1 |
| Heliumhaltige Dekogase
Warum werden bei tiefen Trimixtauchgängen heliumhaltige Dekogase verwendet?? - Wäre es nicht sinnvoll, möglichst schnell auf ein heliumfreies Dekogas umzusteigen um eine weitere Aufsättigung zu vermeiden?? |
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| Was ist Technisches Tauchen?
Was unterscheidet eigentlich Technisches Tauchen vom normalen Tauchen?? |
Technische Tauchgänge überschreiten die Grenzen des Sporttauchens. Es handelt sich meist um dekompressionspflichtige Tauchgänge, die in große Tiefen führen. Die Tauchzeit kann mehrere Stunden betragen. Es kommen während des Tauchgangs unterschiedliche Atemgase zum Einsatz, die an die jeweilige Phase des Tauchgangs z.B. Dekompression angepasst sind. D.h. der Taucher führt unterschiedliche Gase mit sich oder hat wie beim Höhlentauchen Gasdepots angelegt. Weiter muss er die notwendige Ausrüstung und Fähigkeiten (Skills) besitzen, jedes auftretende Problem vor Ort zu lösen.
Technisches Tauchen erfordert ein hohes Maß an Training, Disziplin, Erfahrung und der Einsicht dass man sich selbst ständig weiterentwickeln muss. |
| Was ist eine Double Independent?
Ich habe von einem Flaschenpaket, das Double Independent konfiguriert ist, gehört. Was ist das ?? |
Bei einem double independent Flaschenpaket sind die Flaschen nicht durch eine Brücke verbunden. d.h. man hat zwei völlig unabhängige Systeme.
Nachteile: Während des Tauchgangs muss immer wieder ein Reglerwechsel erfolgen, um die beiden Flaschen gleichmäßig leer zu atmen. Vorteile: Zwei völlig unabhängige redundante Systeme. |
| Teure Ausbildung
Ich möchte ins Technische Tauchen einsteigen. Warum soll ich so eine teuere Ausbildung machen. Ich tauche seit ca. 10 Jahren habe 600 Tauchgänge. Geht's nicht billiger?? - z.B. Nur Theorie , die Praxis bringe ich mir selber bei oder umgekehrt?? |
Tec-Tauchen ist sehr wenig fehlertolerant. Wenn im Sporttauchen etwas schief geht, kommt man meist durch einen Notaufstieg mit einem blauen Auge davon. Im Tec-Tauchen sieht das ganz anders aus. Du musst ein auftretendes Problem auf jeden Fall vor Ort in den Griff bekommen. Wissen, Training, eigene Einstellung, Notfallplanung, Ausrüstung, Dekompressionsstrategie, Atemgasmanagement, Atemgase , etc. sind in so einem Fall überlebensnotwendig und das Ganze hat mit Sporttauchen herzlich wenig zu tun D.h. sowohl in Theorie und Praxis gibt es sehr, sehr viel Neues, selbst wenn Du schon ein sehr erfahrener Taucher bist. Ferner sind Theorie und Praxis so verzahnt, dass es keinen Sinn macht nur einen Aspekt auszubilden. Klar kann man sich die Theorie auch anderweitig (Internet, Bücher, Bekannte,...) aneignen, aber wer garantiert, das die Informationen richtig, vollständig, ausreichenden sind? - Wer gibt Dir die Sicherheit, daß z.B. ein Dekoplan aus dem Internet auch im Wasser funktioniert?? - Ich würde nicht "Versuchskaninchen" spielen wollen. Auch in der Praxis ist ein erfahrener Begleiter unverzichtbar, der Dich fordert aber nicht überfordert und ggf. auch in einer verfahrenen Situation den "Rettungsanker" spielt. Du siehst, wenn man das Ganze ernsthaft und vorallem sicher betreiben will, kommt man um eine solide Ausbildung, die Grundlagen schafft, nicht herum. Die Ausbildung ist sehr aufwendig und zeitintensiv und endet nicht mit dem Abschluss eines Kurses. |
| Kreislaufgeräte
Was ist der Unterschied zwischen einem halbgeschlossenen und einem vollgeschlossenen Kreislaufgerät. Sind vollgeschlossenen Kreislaufgeräte gefährlicher?? |
Hier in aller Kürze die Funktionsweise eines SCR (Semi Closed Rebreather /Halbgeschlossenens Kreislaufgerät) /CCR (Complete Closed Rebreather /Vollgeschlossenes Kreislaufgerät) :
- Wie Du sicher aus der Sporttauchausbildung weißt, werden von den 21% Sauerstoff beim Einatmen vom Körper nur 4% aufgenommen, d.h. 17% des Sauerstoffs wird wieder ausgeatmet. Die Verdünnergase (Stickstoff) werden nur beim Aufsättigen und nur in prozentual sehr geringen Mengen vom Körper aufgenommen. Im Ausatemgas befindet sich also noch eine ganze Menge Sauerstoff und fast das komplette Verdünnergas. Zusätzlich gibt der Körper ca. 4% CO2 in das Ausatemgas ab. Die Idee aller Kreislaufgeräte ist es nun zunächst diese noch ganz brauchbare Atemgasmischung nicht wie im offenen System ans Wasser abzugeben, sondern in einem 'Beutel' der sogenannten Gegenlunge oder Atembeutel aufzufangen. Zunächst muss aus dem Gasgemisch das CO2 herausgenommen werden. Dies geschieht mittels Atemkalk, der das CO2 bindet. Den Teil des Kreislaufgerätes nennt man Atemkalkbehälter oder Scrubber. Nach diesem Vorgang haben wir ein Gas, das an Sauerstoff verarmt ist, aber ansonsten atembar. Jetzt muss das Gas also wieder mit Sauerstoff angereichert werden. 1. SCR: 2.CCR |
| Stahl oder Alu Stages?
Welche Vorteile haben Alu Stagesflaschen gegenüber Stahlflaschen?? |
Zunächst geht es weniger um die Frage des Materials einer Stageflasche, sondern darum wie sie sich Unterwasser verhält. Stageflaschen sollten möglichst neutral tariert sein. Das erleichtert Unterwasser das An- und Ablegen und der Taucher verliert dabei vorallem nicht seine eigene Tarierung. Am besten eignen sich die legendären 80cuf Aluminiumflaschen aus den USA. Die haben aber in Deutschland keine Bauartzulassung. In Deutschland zugelassene Aluflaschen sind etwas dickwandiger, haben deswegen im vollen Zustand etwas Abtrieb und sind leer fast neutral. Aber es gibt durchaus auch sehr leichte Stahlflaschen, wir verwenden beispielsweise neben unseren Alustages auch sehr leichte 7 l Stahlstages, die sich Unterwasser ebenfalls sehr gut handeln lassen und einen deutlich geringeren Wasserwiderstand als eine vergleichbare 7l Aluflasche haben. |
| Redundantes Tariersystem
Ist eine zweite Blase in einem Wing notwendig? |
Dies hängt sehr stark von der Tauchaktivität ab. Hier zwei völlig unterschiedliche Aktivitäten: 1. Höhlentauchen: Höhlentaucher haben kleine Wings keine redundante Blase - Ist ok, selbst wenn ich 100m+ in einer Höhle stecke die 10m Durchmesser hat und ich einigermaßen austariert bin und noch an einem Garvin Scooter hänge, komme ich mit dem Trocki zum Tarieren einigermaßen klar. 2. Wrack / Steilwandtauchen: Als Beispiel ein 120m Trimixtauchgang im Walchensee an der Galerie: Weitere Infos hier klicken |