No Cash - No Splash!!
Bei missionsorientierten Tauchgängen ist es unabdingbar, daß man sich im Vorfeld eine exaktes Bild über die benötigte Ausrüstung verschafft. Es kommt nur Ausrüstung in Frage die bezüglich ihrer Funktionalität und ihrer Qualität für das Tauchvorhaben ohne Abstriche geeignet ist. Diese Eignung muß bei Testtauchgängen nachgewiesen worden sein. z.B. die Isolationswirkung eines Unterziehers bei einem langen Testtauchgang in der Nullzeit.
So wenig wie möglich - so viel wie nötig
Training, Training, Training...
Es ist unabdingbar mit der Ausrüstung ständig ein hohes Trainingsniveau zu erhalten. Das gilt insbesondere wenn neue Ausrüstungsgegenstände verwendet werden oder eine neue Konfiguration getaucht wird. Die beste Ausrüstung nützt Unterwasser wenig, wenn sie vom Taucher unzureichend eingesetzt wird. Erst im Zusammenspiel von optimaler Ausrüstung und Fähigkeit des Tauchers (Training), entsteht die Sicherheit, welche bei solchen Tauchgängen im Grenzbereich notwendig ist.
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Gegenstand
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Tipp
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| Flaschen für Tiefengas | Es werden Doppelpakete in den Größen Doppel 10, 12, 15, 18, 20 Liter verwendet. Die Stahlflaschen sind entweder mit einer absperrbaren Brücke verbunden oder werden unabhängig (independent) getaucht. Beides hat Vor- und Nachteile. Falls mittels Partialdruckmethode gemischt wird müssen Flaschen und Ventile sauertoffrein und geeignet sein. Beim Kauf sollte man die verschiedenen Hersteller hinsichtlich des Flaschengewichtes vergleichen. Hier gibt es zum Teil erhebliche Unterschiede, so daß bei einem Doppelgerät leicht mal 3-5 kg Gewichtsunterschied zusammenkommt. |
| Harness / Backplate | Es gibt Rückenplatten (Backplate) aus verschiedenen Materialen. Wir bevorzugen aus verschiedenen Gründen Edelstahl. Am Backplate ist ein Gurtsystem angebracht, welches das Hauptgerät und das Wing sicher auf dem Rücken fixiert. Wir bevorzugen ein verstellbares System aus Edelstahl, da es das An- und Ablegen erheblich erleichtert. |
| Wing | Das Wing stellt das Auftriebssystem dar. Je nach Konfiguration sollte es ein Volumen von 25l - 40 l besitzen. Es muß genügend Auftrieb besitzen um die gesamte Ausrüstung (Hauptgerät, Stageflaschen, Blei,...) an die Oberfläche zu bringen. Wir betrachten hierbei nicht den zusätzlichen Auftrieb des Trockentauchanzuges. Dieser stellt eine zusätzliche Reserve dar. Ferner sollte es über eine redundante Blase und Inflator verfügen. |
| Stageflaschen | Bevorzugtes Material ist Aluminium wegen des neutralen Auftriebsverhaltens. Wegen der hohen Sauerstoffanteile müssen sowohl Flaschen als auch Ventile sauerstoffrein und sauerstofftauglich sein. |
| Automaten | Es kommen nur Hochleistungsautomaten mit "trockener" erste Stufe (z.B. membrangesteuert) in Frage. Nicht jedes Fabrikat ist jenseits von 50m getestet und liefert dort noch ausreichend Gas. Die Dekoautomaten müssen sauerstofftauglich und sauerstoffrein sein. |
| Trockentauchanzug | Aus unserer Sicht eignen sich sowohl Neopren- als auch Membrananzüge beide haben Vor- und Nachteile |
| Unterzieher | Als unterste Lage am Körper sollte Funktionsunterwäsche getragen werden, die den Körper trocken hält, indem sie Schweiß von der Haut wegleitet. Das ist im Sommer besonders wichtig, da es sich kaum vermeiden läßt beim Anlegen der Tauchausrüstung ins Schwitzen zu geraten. Sollte der Schweiß nicht abgeleitet werden beginnt man sehr schnell zu frieren. Anschließend folgt je nach Temperatur mehrere Lagen von Fleeceunterwäsche und schließlich der Unterzieher; meist mit der Microfaser "Thinsulate" ausgestattet |
| Argon | Argon besitzt eine deutlich schlechter Wärmeleitfähigkeit als Luft. Deshalb wird es meist in einer 2l-Flasche zum Tarieren im Trockentauchanzug verwendet. Zu beachten ist, daß die erste Stufe mit einem Überdruckventil ausgerüstet ist. |
| Schneidewerkzeug | Es sollten zwei Schneidewerkzeuge mitgeführt werden. Sie sollte so angebracht sein, daß zumindest eines auch bei eingeschränkter Beweglichkeit zugänglich ist. Schere bzw. Messer besitzen beide sowohl Vor- als auch Nachteile. Das Messer sollte keine Spitze besitzen, da beim Zurückstecken in die Scheide das Risiko sich ein Loch in den Anzug zu stechen hierdurch steigt. |
| Handschuhe | Es könne Naß- oder Trockentauchhandschuhe verwendet werden. Wir bevorzugen in unseren Gewässern Trockentauchhandschuhe, trotz des erhöhten Leckagerisikos, zur Absicherung werden Ersatz(nass)handschuhe mitgeführt |
| Lampe | Optimal ist ein Akkutank, da der Lampenkopf mittels eines Griffes in der Hand gehalten werden kann und die Hand trotzdem einsatzfähig bleibt. Stärke mindestens 50W. In unseren Gewässern ist der Einsatz eines Spot-Reflektors zu empfehlen. Mindestens eine Reservelampe |
| Bottomtimer / Tauchcomputer / RunTime Slate |
Mindestens zwei besser drei, um bei Fehlanzeigen das defekte Gerät eindeutig identifizieren zu können. Sie müssen sehr zuverlässig Zeit und Tiefe anzeigen. Das RunTime-Slate gibt den geplanten Tauchgang wieder. Es müssen entsprechende Notfall- und Bailout Tabellen mitgeführt werden. Als Alternative kann auch ein Mischgastauchcomputer (z.B. VR3) dienen. |
| Reel / Hebesack | Das Reel und der Hebesack dienen als Referenz um möglichst exakt die Dekompressionsstufen einhalten zu können. Hebesäcke mit 12l-25l sind für diesen Zweck am besten geeignet. Die Seilrolle (Reel) sollte möglichst einfach aufgebaut sein (ohne Bremse usw) . Ferner sollte es so groß sein, daß es selbst mit dicken Handschuhen gut zu bedienen ist. Eine Ausführung aus Ganzmetall (Edelstahl, Aluminium) ist Kunstoffteilen vorzuziehen. |
| Blei | Meist als sog. V-Weight am Doppelpaket befestigt. |